Liquidation GmbH Schweiz: Ablauf, Kosten und Dauer einfach erklärt

Du möchtest Deine GmbH in der Schweiz liquidieren, weil Du Dein Unternehmen nicht mehr benötigst? Vielleicht ist Deine Geschäftstätigkeit eingestellt, die GmbH verursacht nur noch laufende Kosten oder Du möchtest Dich beruflich neu orientieren.

Eine freiwillige GmbH-Liquidation in der Schweiz ermöglicht es Dir, Deine Gesellschaft geordnet aufzulösen und anschliessend aus dem Handelsregister löschen zu lassen.

Doch wie kannst Du eine GmbH liquidieren? Welche Schritte sind notwendig? Wie lange dauert die Liquidation und mit welchen Kosten musst Du rechnen?

In diesem Ratgeber erfährst Du alles Wichtige über die freiwillige Liquidation einer Schweizer GmbH. Du erhältst einen Überblick über den gesamten Ablauf, die gesetzlichen Fristen, die Kosten und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auflösung.

notareo unterstützt Dich bei der Liquidation Deiner GmbH: Wir bereiten die erforderlichen Unterlagen vor, organisieren die öffentliche Beurkundung durch einen Schweizer Notar und übernehmen die Anmeldung beim Handelsregisteramt. So kannst Du Deine GmbH einfach, kostentransparent und ohne unnötigen administrativen Aufwand liquidieren.

 

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Das Wichtigste zur GmbH-Liquidation in der Schweiz in Kürze

  • Voraussetzung: Die Gesellschafterversammlung beschliesst die freiwillige Auflösung der GmbH.
  • Notar: Der Auflösungsbeschluss muss öffentlich beurkundet werden.
  • Handelsregister: Die Auflösung wird beim zuständigen kantonalen Handelsregisteramt angemeldet.
  • Schuldenruf: Die Gläubiger werden über die Auflösung informiert. Der öffentliche Schuldenruf erfolgt im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB).
  • Sperrjahr: Grundsätzlich darf das verbleibende Gesellschaftsvermögen erst nach Ablauf eines Jahres seit dem Schuldenruf verteilt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung auf drei Monate möglich.
  • Kosten: Die Kosten hängen vom Kanton, der finanziellen Situation und den benötigten Dienstleistungen ab. Die Liquidation mit notareo ist ab CHF 675.– exkl. MWST erhältlich.
  • Dauer: Für die vollständige Liquidation musst Du grundsätzlich mindestens ein Jahr einplanen. Die definitive Löschung kann aufgrund der steuerlichen Freigaben auch länger dauern.

1. Was bedeutet die Liquidation einer GmbH?

Unter einer GmbH-Liquidation versteht man die geordnete Abwicklung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Ziel ist es, sämtliche Geschäftstätigkeiten zu beenden, die Vermögenswerte der Gesellschaft zu verwerten, offene Verpflichtungen zu begleichen und ein allfällig verbleibendes Vermögen an die Gesellschafter zu verteilen.

Am Ende dieses Prozesses wird die GmbH aus dem Handelsregister gelöscht.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen drei verschiedenen Vorgängen:

  1. Auflösung: Die Gesellschafter beschliessen, die GmbH aufzulösen. Dieser Beschluss wird öffentlich beurkundet und im Handelsregister eingetragen.
  2. Liquidation: Die Gesellschaft wird abgewickelt. Die laufenden Geschäfte werden beendet, Vermögenswerte verwertet und Schulden beglichen.
  3. Löschung: Nach Abschluss der Liquidation und Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen wird die GmbH endgültig aus dem Handelsregister gelöscht.

Während der Liquidation besteht die GmbH rechtlich weiterhin. Sie führt lediglich den Zusatz «in Liquidation» hinter ihrem Firmennamen.

Die freiwillige Liquidation ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Du Deine GmbH nicht mehr benötigst und keine geschäftlichen Aktivitäten mehr ausüben möchtest.

Wann lohnt es sich, eine GmbH zu liquidieren?

Eine freiwillige Liquidation kann insbesondere in folgenden Situationen sinnvoll sein:

  • Du hast Deine Geschäftstätigkeit eingestellt und möchtest die GmbH nicht mehr weiterführen.
  • Deine GmbH ist inaktiv und verursacht unnötige jährliche Kosten.
  • Du hast Dein Unternehmen verkauft oder Deine Geschäftstätigkeit in eine andere Gesellschaft übertragen.
  • Du möchtest Dich beruflich neu orientieren.
  • Du benötigst Deine GmbH aus privaten oder geschäftlichen Gründen nicht mehr.

Solange die GmbH nicht gelöscht ist, bleiben verschiedene administrative Pflichten bestehen. Dazu gehören beispielsweise die Buchführung, die steuerlichen Pflichten und gegebenenfalls die Kosten für die Domiziladresse.

Wenn Du Deine GmbH definitiv nicht mehr benötigst, kann eine freiwillige Liquidation deshalb wirtschaftlich sinnvoll sein.

Freiwillige Liquidation oder Konkurs: Was ist der Unterschied?

Die freiwillige Liquidation darf nicht mit einem Konkurs verwechselt werden.

Bei einer freiwilligen Liquidation entscheiden die Gesellschafter selbst, ihre GmbH aufzulösen. Die Gesellschaft wird anschliessend geordnet abgewickelt. Voraussetzung ist insbesondere, dass die Liquidation unter Beachtung der gesetzlichen Gläubigerschutzvorschriften durchgeführt werden kann.

Ein Konkursverfahren kommt dagegen insbesondere dann in Betracht, wenn die Gesellschaft zahlungsunfähig oder überschuldet ist und die gesetzlichen Voraussetzungen für die Konkurseröffnung erfüllt sind.

Wichtig: Wenn sich während der Liquidation herausstellt, dass die Gesellschaft überschuldet ist, muss der Liquidator die gesetzlich vorgesehenen Schritte einleiten. Eine freiwillige Liquidation darf nicht dazu verwendet werden, ein notwendiges Konkursverfahren zu umgehen.

2. GmbH liquidieren: Wie läuft die Liquidation ab?

Die freiwillige Liquidation einer Schweizer GmbH folgt einem gesetzlich geregelten Verfahren. Dieses lässt sich in sechs wesentliche Schritte unterteilen. Möchtest Du noch mehr über den Ablauf einer Liquidation? Dann lese auch unseren Blogartikel Ablauf Liquidation GmbH in der Schweiz.

Schritt 1: Liquidation beschliessen und Liquidator bestimmen

Am Anfang steht der Beschluss der Gesellschafterversammlung, die GmbH freiwillig aufzulösen.

Der Beschluss muss öffentlich beurkundet werden. Gleichzeitig wird in der Regel eine Person als Liquidator oder Liquidatorin bestimmt. Häufig übernimmt der bisherige Geschäftsführer diese Aufgabe.

Für den Auflösungsbeschluss gelten grundsätzlich die gesetzlichen Mehrheitsvorschriften für wichtige Gesellschafterbeschlüsse. Die Statuten können zusätzliche Anforderungen vorsehen.

Schritt 2: Auflösung beim Handelsregister anmelden

Nach der öffentlichen Beurkundung wird die Auflösung beim zuständigen kantonalen Handelsregisteramt angemeldet.

Mit der Eintragung wird die Gesellschaft mit dem Zusatz «in Liquidation» geführt. Der Liquidator übernimmt die Verantwortung für die ordnungsgemässe Abwicklung der Gesellschaft.

Schritt 3: Schuldenruf veröffentlichen

Nach der Eintragung der Auflösung muss der Liquidator die Gläubiger über die Liquidation informieren.

Dazu gehört insbesondere die Veröffentlichung eines Schuldenrufs im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB). Bekannte Gläubiger müssen grundsätzlich zusätzlich direkt benachrichtigt werden.

Der Schuldenruf ist wichtig, damit auch bisher unbekannte Gläubiger ihre Forderungen anmelden können.

Schritt 4: Gesellschaft abwickeln und Schulden begleichen

Während der eigentlichen Liquidationsphase werden die laufenden Geschäfte beendet, offene Forderungen eingezogen und Vermögenswerte verwertet.

Der Liquidator begleicht die Verbindlichkeiten der Gesellschaft und sorgt dafür, dass auch steuerliche Verpflichtungen berücksichtigt werden.

Die Liquidation muss vollständig und ordnungsgemäss durchgeführt werden. Bestehen noch offene Forderungen oder ungeklärte Verpflichtungen, kann sich der Abschluss entsprechend verzögern.

Schritt 5: Verbleibendes Vermögen verteilen

Sind sämtliche Verpflichtungen der GmbH beglichen oder ausreichend sichergestellt, kann ein allfälliger Liquidationsüberschuss an die Gesellschafter verteilt werden.

Grundsätzlich gilt hierfür das gesetzliche Sperrjahr. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine vorzeitige Verteilung nach drei Monaten möglich.

Die Verteilung erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen und unter Berücksichtigung der Statuten.

Schritt 6: GmbH aus dem Handelsregister löschen

Sind sämtliche Liquidationshandlungen abgeschlossen und die gesetzlichen Fristen eingehalten, kann der Liquidator die Löschung beim Handelsregisteramt anmelden.

Das Handelsregisteramt holt anschliessend die erforderlichen steuerlichen Löschungsbewilligungen ein.

Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird die GmbH endgültig aus dem Handelsregister gelöscht.

Weiterführende Informationen: Den detaillierten Ablauf, die einzelnen Dokumente und die Aufgaben des Liquidators erklären wir in unseren Spezialartikeln zur GmbH-Liquidation.

3. Wie lange dauert eine GmbH-Liquidation in der Schweiz?

Die Dauer einer GmbH-Liquidation hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind insbesondere die gesetzliche Sperrfrist, die finanzielle Situation der Gesellschaft, die Abwicklung der offenen Geschäfte und die Bearbeitungsdauer der Behörden.

Grundsätzlich solltest Du für eine vollständige freiwillige Liquidation mindestens ein Jahr einplanen.

Die gesetzliche Sperrfrist beginnt mit der Veröffentlichung des Schuldenrufs im SHAB. Sie beträgt grundsätzlich ein Jahr. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie auf drei Monate verkürzt werden.

Zusätzlich benötigt die Vorbereitung und Anmeldung der Liquidation Zeit. Auch die endgültige Löschung kann sich verzögern, wenn noch steuerliche Fragen offen sind.

Wie schnell kann eine GmbH liquidiert werden?

Der erste Teil des Verfahrens kann vergleichsweise schnell erledigt werden.

Bei notareo dauert die Vorbereitung und Anmeldung der Liquidation bei vollständigen Unterlagen in der Regel etwa zwei bis drei Wochen.

Anschliessend läuft die gesetzliche Sperrfrist. Ist die Liquidation vollständig abgeschlossen und sind sämtliche steuerlichen Fragen geklärt, kann die endgültige Löschung erfolgen.

 

Die angegebenen Zeiten sind Richtwerte und keine garantierten Bearbeitungsfristen.

Kannst Du die Liquidation beschleunigen?

Ja. Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen kann das Sperrjahr auf drei Monate verkürzt werden. Dafür ist eine Bestätigung eines zugelassenen Revisionsexperten erforderlich.

Ob sich diese Möglichkeit für Deine GmbH eignet, hängt insbesondere von der finanziellen Situation und den bestehenden Verbindlichkeiten ab. Informiere dich zur Verkürzung des Sperrjahrs in diesem Blogartikel.

4. Was kostet die Liquidation einer GmbH in der Schweiz?

Die Kosten einer GmbH-Liquidation setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen. Dazu gehören insbesondere die notarielle Beurkundung, die Gebühren des Handelsregisteramts, die SHAB-Publikation und gegebenenfalls die Unterstützung durch einen Treuhänder oder Revisor.

Die tatsächlichen Kosten hängen vom Kanton, dem Umfang der Liquidation und der finanziellen Situation der Gesellschaft ab.

Was kostet die Liquidation mit notareo?

notareo bietet die Vorbereitung und Durchführung der formellen Liquidation zu transparenten Pauschalpreisen an.

Alle Preise verstehen sich exklusive Mehrwertsteuer. Zusätzliche Gebühren des Handelsregisteramts, SHAB-Gebühren sowie allfällige weitere Kosten sind separat zu berücksichtigen.

Welche zusätzlichen Kosten können entstehen?

Neben den Dienstleistungen von notareo können folgende Kosten anfallen:

  • Gebühren des kantonalen Handelsregisteramts für die Eintragung der Liquidation.
  • Gebühren für die Veröffentlichung des Schuldenrufs im SHAB.
  • Gebühren für die spätere Löschung der GmbH.
  • Kosten für die Erstellung der Liquidationseröffnungsbilanz und der Liquidationsschlussbilanz durch einen Treuhänder.
  • Kosten für eine allfällige Liquidationsadresse.
  • Zusätzliche Kosten für steuerliche Abklärungen oder besondere Abwicklungsarbeiten.
  • Allfällige Mindeststeuern oder weitere kantonale Abgaben.

Die Gesamtkosten lassen sich deshalb nicht für jede GmbH pauschal beziffern.

Bei einer einfachen GmbH ohne komplexe Vermögensverhältnisse und offene Verpflichtungen ist die Liquidation in der Regel deutlich günstiger als bei einer Gesellschaft mit umfangreichem Anlagevermögen, mehreren Gläubigern oder ungeklärten Steuerfragen.

Tipp: Vergleiche nicht nur die Kosten für die Eröffnung der Liquidation. Berücksichtige auch die spätere Löschung und sämtliche optionalen Leistungen, damit Du die Gesamtkosten realistisch einschätzen kannst. Eine transparente Übersicht über die Kosten einer Liquidation erhältst Du in diesem Blogartikel.

5. Welche Voraussetzungen müssen für eine freiwillige GmbH-Liquidation erfüllt sein?

Grundsätzlich kann eine Schweizer GmbH freiwillig liquidiert werden, wenn die Gesellschafter die Auflösung beschliessen und das gesetzlich vorgesehene Verfahren eingehalten wird.

Für die Vorbereitung der Liquidation solltest Du insbesondere folgende Punkte klären:

1. Gesellschafterbeschluss

Die Gesellschafterversammlung muss die Auflösung der GmbH beschliessen. Der Beschluss ist öffentlich zu beurkunden.

2. Liquidator

Es muss eine Person bestimmt werden, welche die Liquidation durchführt und die Gesellschaft während dieser Phase vertritt. Für die Eintragung im Handelsregister gelten insbesondere die gesetzlichen Wohnsitz- und Vertretungsanforderungen. Erfahre in diesem Blogartikel alles was Du wissen musst zum Amt des Liquidators.

3. Liquidationseröffnungsbilanz

Für die Liquidation ist eine Eröffnungsbilanz zu erstellen. Sie bildet die finanzielle Ausgangslage der Gesellschaft ab und berücksichtigt die Bewertung der Vermögenswerte zu Liquidationswerten.

4. Gläubigerschutz

Die bekannten Gläubiger müssen informiert und die gesetzlichen Publikationspflichten eingehalten werden. Bestehende Verpflichtungen müssen beglichen oder ausreichend sichergestellt werden.

5. Steuerliche Verpflichtungen

Offene Steuerforderungen, Mehrwertsteuerpflichten und weitere steuerliche Verpflichtungen müssen geklärt werden. Die endgültige Löschung setzt die erforderlichen steuerlichen Bewilligungen voraus.

Sind diese Punkte geklärt, lässt sich die Liquidation in der Regel strukturiert vorbereiten.

Erfahre hier mehr im Blogartikel zur Liquidationsbilanz GmbH Schweiz: Pflicht, Kosten und Erstellung.

6. Was passiert mit dem Vermögen und den Schulden der GmbH?

Ein wesentlicher Bestandteil jeder Liquidation ist die Abwicklung der finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft.

Vor der Verteilung eines allfälligen Überschusses müssen die Verbindlichkeiten der GmbH berücksichtigt werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Offene Lieferantenrechnungen.
  • Darlehen von Banken oder Gesellschaftern.
  • Noch nicht bezahlte Löhne und Sozialversicherungsbeiträge.
  • Offene Steuerforderungen.
  • Verbindlichkeiten aus laufenden Verträgen.
  • Weitere bekannte oder angemeldete Forderungen.

Auf der Aktivseite müssen die Vermögenswerte der GmbH festgestellt und gegebenenfalls verkauft oder anderweitig verwertet werden.

Bleibt nach der Begleichung sämtlicher Verpflichtungen ein Überschuss übrig, kann dieser nach den gesetzlichen Vorschriften an die Gesellschafter verteilt werden.

Was passiert, wenn die GmbH mehr Schulden als Vermögen hat?

Wenn sich während der Liquidation herausstellt, dass die Gesellschaft überschuldet ist, darf die freiwillige Liquidation nicht einfach wie geplant fortgesetzt werden.

Der Liquidator muss die gesetzlichen Pflichten bei Überschuldung beachten und gegebenenfalls das Gericht benachrichtigen.

In einem solchen Fall kann ein Konkursverfahren eröffnet werden.

Eine freiwillige Liquidation ist deshalb insbesondere für Gesellschaften geeignet, deren finanzielle Verhältnisse eine ordnungsgemässe Abwicklung zulassen.

7. Welche Unterlagen benötigst Du für die Liquidation Deiner GmbH?

Damit die Liquidation vorbereitet und beim Handelsregister angemeldet werden kann, werden verschiedene Angaben und Unterlagen benötigt.

Für eine gewöhnliche GmbH-Liquidation sind insbesondere folgende Informationen hilfreich:

  • Vollständiger Firmenname und UID-Nummer der GmbH.
  • Aktuelle Bilanz beziehungsweise Liquidationseröffnungsbilanz.
  • Personalien des Liquidators oder der Liquidatorin.
  • Angaben zu den Gesellschaftern.
  • Informationen zur aktuellen Zeichnungsberechtigung.
  • Gegebenenfalls weitere Unterlagen, die das Handelsregisteramt oder der Notar benötigt.

Welche Dokumente im Einzelfall erforderlich sind, hängt von der konkreten Gesellschaft und dem zuständigen Handelsregisteramt ab.

Mit notareo musst Du Dich nicht selbst um die Erstellung der Liquidationsdokumente kümmern. Wir bereiten die erforderlichen Unterlagen vor und koordinieren die öffentliche Beurkundung.

8. GmbH liquidieren mit notareo: Einfach, transparent und zuverlässig

Die Liquidation einer GmbH muss nicht kompliziert sein. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich ein grosser Teil des administrativen Aufwands vermeiden.

notareo unterstützt Dich von der ersten Beratung bis zur Anmeldung der Auflösung beim Handelsregisteramt.

Unser Angebot umfasst insbesondere:

  • Persönliche Beratung zur freiwilligen GmbH-Liquidation.
  • Prüfung der erforderlichen Angaben und Unterlagen.
  • Vorbereitung der Liquidationsdokumente.
  • Organisation der öffentlichen Beurkundung durch einen Schweizer Notar.
  • Anmeldung der Liquidation beim zuständigen Handelsregisteramt.
  • Auf Wunsch Unterstützung beim Schuldenruf im SHAB.
  • Auf Wunsch Anmeldung der definitiven Löschung.

Die Liquidation inklusive Notar und Anmeldung beim Handelsregister ist bei notareo ab CHF 675.– exkl. MWST erhältlich.

Du erhältst eine transparente Kostenübersicht und weisst bereits zu Beginn, welche Leistungen enthalten sind.

So startest Du Deine GmbH-Liquidation

  1. Kontakt aufnehmen: Du kontaktierst uns telefonisch oder über unser Kontaktformular.
  2. Unterlagen übermitteln: Du sendest uns die Angaben zu Deiner GmbH und die aktuelle Bilanz.
  3. Dokumente vorbereiten: Wir erstellen die erforderlichen Liquidationsunterlagen.
  4. Beurkundung und Anmeldung: Unser Notar beurkundet den Auflösungsbeschluss. Anschliessend reichen wir die Unterlagen beim Handelsregisteramt ein.

So kannst Du die formelle Auflösung Deiner GmbH unkompliziert in die Wege leiten.

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Erfahre hier mehr über die wichtigsten Fragen rund um die Liquidation Deiner Schweizer GmbH

Kann ich meine GmbH jederzeit freiwillig liquidieren?

Grundsätzlich ja. Die Gesellschafterversammlung kann die Auflösung der GmbH beschliessen, sofern die erforderlichen gesetzlichen und statutarischen Mehrheiten erreicht werden. Die Liquidation muss anschliessend nach den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt werden.

Muss ich für die Liquidation persönlich beim Notar erscheinen?

Nicht zwingend. Je nach Gestaltung des Verfahrens und den Anforderungen des Notars kann die öffentliche Beurkundung auch mittels entsprechender Vollmachten organisiert werden. notareo unterstützt Dich bei der Vorbereitung.

Kann ich meine GmbH liquidieren, wenn sie noch Schulden hat?

Ja. Während der Liquidation kannst Du offene Forderungen begleichen. Damit Du eine Liquidation durchführen kannst, muss Deine GmbH mit den Aktiven sämtliche Schulden bezahlen können. Liegt eine Überschuldung vor, musst Du den Richter benachrichtigen und es muss allenfalls der Konkurs eingeleitet werden.

Kann ich während der Liquidation noch Geschäfte tätigen?

Der Zweck der Gesellschaft besteht während der Liquidation in der Abwicklung. Geschäfte sind deshalb nur insoweit zulässig, als sie der Liquidation dienen oder für diese erforderlich sind.

Kann ich während der Liquidation noch Rechnungen schreiben?

Ja. Eine GmbH in Liquidation kann bis zur Löschung im Handelsregister Rechnungen schreiben und damit bestehende Geschäfte abschliessen.

Muss die GmbH während der Liquidation weiterhin eine Buchhaltung führen?

Ja. Bis zur Löschung aus dem Handelsregister muss Deine GmbH weiterhin eine Buchhaltung führen. Auch Liquidationsbilanzen und letzte Steuererklärungen müssen erstellt werden.

Wie lange dauert die Liquidation einer GmbH (bis und mit Löschung aus dem HR)?

Grundsätzlich muss mindestens die einjährige Sperrfrist seit dem Schuldenruf eingehalten werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung auf drei Monate möglich. Zusätzlich müssen die Liquidationshandlungen abgeschlossen und die steuerlichen Freigaben erteilt sein.

Ordentliches Verfahren: ca. 13–15 Monate.

Verkürztes Verfahren ca. 4 - 6 Monate.

Kann ich das Sperrjahr bei einer GmbH verkürzen?

Ja. Eine Verteilung des verbleibenden Vermögens kann bereits nach drei Monaten erfolgen, wenn ein zugelassener Revisionsexperte bestätigt, dass die Schulden getilgt sind und nach den Umständen angenommen werden kann, dass keine Interessen Dritter gefährdet werden.

Gibt es einen vorteilhaften Zeitpunkt, um meine GmbH zu liquidieren?

Grundsätzlich kannst Du Deine GmbH während des ganzen Jahres liquidieren. Vorteilhaft ist es, wenn die Löschung auf Ende eines Jahres geplant wird, damit möglichst keine zusätzliche Steuererklärung mehr eingereicht werden muss. Hierfür sollte mit der Liquidation ca. im September (ordentliches Verfahren) oder im Juni (verkürztes Verfahren) begonnen werden. 

Worin besteht der Unterschied zwischen der freiwilligen Liquidation und einem Konkurs?

Handelt es sich um eine “normale” Liquidation einer GmbH in der Schweiz, entschliessen sich die Gesellschafter freiwillig dazu, ihre GmbH zu liquidieren. Der Entscheid wird nicht aufgrund von Insolvenz oder behördlicher Anordnung gefällt.

Handelt es sich um einen Konkurs, ist die GmbH zahlungsunfähig bzw. überschuldet. Die GmbH ist nicht mehr in der Lage, Forderungen gegenüber Dritter nachzukommn. In diesem Fall wird üblicherweise ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Dieses beginnt mit einem Antrag durch das Unternehmen selbst oder einen Gläubiger.

Was passiert, wenn die Aktiven zum Begleichen der offenen Forderungen nicht ausreichen?

Können mit den Aktiven die ausstehenden Forderungen nicht mehr beglichen werden, musst Du einen Richter informieren ("Bilanz deponieren"). Der Richter wird anschliessend das Konkursverfahren eröffnen. 

Wer erhält das verbleibende Vermögen nach der Liquidation?

Nach der Begleichung aller Schulden wird das verbleibende Vermögen entsprechend den Stammanteilen an die Gesellschafter verteilt, sofern die Statuten keine andere Regelung vorsehen.

Wieviel kostet die Liquidation einer GmbH?

Die Kosten hängen vom Umfang der Liquidation und den kantonalen Gebühren ab. Bei notareo beginnt die Liquidation inklusive Notar und Anmeldung beim Handelsregister bei CHF 675.– exkl. MWST. Zusätzliche Gebühren und optionale Dienstleistungen kommen gegebenenfalls hinzu. Erhalte in diesem Blogartikel die volle Kostenübersicht oder gehe auf unsere Preisübersicht.

Wieviele Schuldenrufe braucht es beim schweizerischen Handelsamtsblatt?

Seit dem 1. Januar 2023 braucht es anstatt einem dreimaligen nur noch einen einmaligen Schuldenruf. Mit diesem werden Gläubiger öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen zu stellen anzumelden

Welche Positionen beinhaltet meine Liquidationseröffnungsbilanz?

Deine Liquidationseröffnungsbilanz wird zu Liquidationswerten erstellt. Sie gibt einen Überblick über die aktuell finanzielle Lage Deiner GmbH. Sie weist die bestehenden Forderungen sowie Schulden aus. Eine besondere Anforderung an die Bilanz gibt es im Fall eines Opting-Outs nicht.

Welche Aufgaben hat der Liquidator einer GmbH in der Schweiz?

Die Hauptaufgabe des Liquidators bzw. der Liquidatorin ist es, die GmbH aufzulösen. Die wichtigsten Aufgaben führen wir Dir hier auf (nicht abschliessend):

  • Erstellung der Liquidationseröffnungsbilanz, welche einen Überblick über die derzeitige finanzielle Situation der GmbH gibt
  • Abschluss der Tagesgeschäfte der GmbH
  • Veröffentlichung des Schuldenrufs im Schweizerischen Handelsamtsblatt, damit Gläubiger ihre ausstehenden Forderungen geltend machen können
  • Begleichung allfälliger Steuern
  • Nach Ablauf der Frist von 1 Jahr ab Schuldenruf (3 Monate im verkürzten Verfahren mit Revisor):
    • Verteilung des Vermögens
    • Anmeldung der Löschung der GmbH beim kantonalen Handelsregisteramt
    • Finale Steuererklärung
Habe ich auch nach der Löschung meiner GmbH noch Verpflichtungen?

Nach der Löschung Deiner GmbH bist Du gesetzlich dazu verpflichtet, die Geschäftsbücher während 10 Jahren sicher aufzubewahren.

Wie lange müssen die Geschäftsbücher nach der Löschung aufbewahrt werden?

Die Geschäftsbücher und Buchungsbelege müssen grundsätzlich zehn Jahre aufbewahrt werden. Die Aufbewahrungspflicht endet nicht automatisch mit der Löschung der GmbH.

Kann ich die GmbH-Liquidation widerrufen?

Ja, die GmbH-Liquidation kannst Du rückgängig machen. Voraussetzung für die Aufhebung der Auflösung ist eine Bescheinigung des Liquidators, dass die Verteilung des Vermögens noch nicht begonnen hat. Es besteht die Möglichkeit, dass das Handelsregisteramt eine (Zwischen-)Bilanz anfordert, um dies zu überprüfen. Kontaktiere uns für mehr Informationen.

Benötige ich für die Liquidation zwingend einen Notar?

Ja. Der Auflösungsbeschluss einer GmbH muss öffentlich beurkundet werden. Deshalb ist die Mitwirkung eines Notars erforderlich.

Muss ich einen Treuhänder mit der Liquidation beauftragen?

Nein. Es besteht grundsätzlich keine allgemeine Pflicht, einen Treuhänder als Liquidator zu beauftragen. Je nach Buchhaltung, Vermögensverhältnissen und steuerlicher Situation kann professionelle Unterstützung jedoch sinnvoll sein.

Kann ich selbst Liquidator meiner GmbH sein?

Ja. In der Regel werden Gesellschafter oder Geschäftsführer als Liquidator(en) eingesetzt. Es können aber auch Drittpersonen (z.B. Treuhänder) gewählt werden. In jedem Fall müssen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein, insbesondere muss mindestens eine unterzeichnungsberechtigte Person ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.

Was passiert mit laufenden Verträgen während der Liquidation?

Laufende Verträge werden mit der Eintragung des Liquidationsbeschlusses im Handelsregister nicht automatisch beendet. Mietverträge, Arbeitsverträge, Leasingverträge oder Abonnemente müssen separat gekündigt oder ordnungsgemäss abgewickelt werden. Insbesondere kann eine Gesellschaft nicht gelöscht werden, solange noch Verträge laufen. 

Was passiert mit dem Bankkonto der GmbH?

Das Geschäftskonto bleibt während der Liquidation bestehen. Es wird in der Regel erst geschlossen, nachdem sämtliche Forderungen eingegangen und alle Verbindlichkeiten bezahlt wurden. In der Regel passiert dies nach der Löschung. 

Können Gläubiger die Liquidation verhindern?

Nein. Gläubiger können die Liquidation nicht verhindern. Der Schuldenruf dient dazu, dass Gläubiger ihre Ansprüche anmelden können. Offener Forderungen von Gläubigern verhindern aber sehr wohl die Löschung. Falls die offenen Forderungen nicht mehr beglichen werden können ("Überschuldung"), führt dies in der Regel in ein Konkursverfahren. 

Kann ich eine GmbH ohne Konkurs freiwillig auflösen?

Ja. Eine freiwillige Liquidation ist möglich, wenn die Gesellschafter die Auflösung beschliessen und die Gesellschaft ordnungsgemäss abgewickelt werden kann. Besteht eine Überschuldung, müssen jedoch die gesetzlichen Vorschriften zum Konkursverfahren beachtet werden.

Was passiert mit der GmbH nach der Löschung?

Mit der definitiven Löschung aus dem Handelsregister endet die Existenz der GmbH als juristische Person. Die Geschäftsbücher und Buchungsbelege müssen dennoch während der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist aufbewahrt werden.

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